Terminvereinbarung

Um sich zu einer Psychotherapie bei mir anzumelden, rufen Sie mich bitte zur Telefonsprechstunde an (Kontakt).

In diesem Gespräch nehme ich Ihre persönlichen Daten auf und befrage Sie zu Ihrem Anliegen. Nach Möglichkeit biete ich Ihnen auch einen Erstkontakt in Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde an. Zu diesem Zeitpunkt kann ich Ihnen auch eine ungefähre Abschätzung der Wartezeit auf einen Therapieplatz geben.

Ich weiß, dass es oft viel Geduld erfordert, einen passenden Psychotherapieplatz zu finden. Um die Zeit bis zum Beginn einer Behandlung sinnvoll zu nutzen, kann es hilfreich sein, sich aktiv auf die Therapie vorzubereiten, zum Beispiel mit dem kleinen Buch von Frank Wendrich „Los geht’s: Aktiv warten auf einen Therapieplatz“.

Zur Überbrückung der Wartezeit können außerdem Angebote von Beratungsstellen (z. B. Caritas, Diakonie, Landratsamt) oder der Besuch einer Selbsthilfegruppe unterstützend sein. Ergänzend kommen, je nach Krankenkasse, auch Online-Programme zur psychischen Gesundheit oder Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in Frage, die Sie sich zum Beispiel von Ihrem Hausarzt oder Psychiater/Neurologen verordnen lassen können.

Bei einer deutlichen Verschlechterung der Beschwerden oder einer akuten Zuspitzung der Symptome sollten Sie sich möglichst rasch an Ihren Hausarzt, eine fachärztliche Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie oder die nächstgelegene psychiatrische Klinik wenden. In Notfällen (z. B. bei akuten Suizidgedanken oder massiver Krise) können Sie außerdem jederzeit den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder den Notruf (112) kontaktieren.


Erstgespräch

Zu Beginn der Behandlung findet ein Erstgespräch statt. Sie schildern Ihre aktuelle Situation, Ihre Beschwerden und Fragen sowie gegebenenfalls bisherige Diagnosen oder Behandlungen. Ich erläutere Ihnen meine Arbeitsweise, beantworte Ihre Fragen und wir prüfen gemeinsam, ob eine Therapie bei mir für Sie passend ist.


Probatorische Sitzungen und Diagnostik

An das Erstgespräch schließen sich in der Regel mehrere probatorische Sitzungen an. In diesen Stunden vertiefen wir Ihr Anliegen, führen die notwendige Diagnostik durch und beziehen sowohl Ihre aktuelle Lebenssituation als auch wichtige biografische Erfahrungen mit ein. Die Diagnostik erfolgt in meiner Praxis vor allem im persönlichen Gespräch. Ergänzend werden standardisierte Fragebögen und ggf. strukturierte klinische Interviews eingesetzt, um Ihre Symptome möglichst zuverlässig einzuordnen. Die Ergebnisse der Diagnostik werden anschließend mit Ihnen besprochen. Ziel ist es, ein gutes Verständnis Ihrer Beschwerden zu entwickeln und gemeinsam zu klären, ob und wie wir therapeutisch zusammenarbeiten möchten.


Antragstellung und Rahmenbedingungen

Wenn wir uns für eine gemeinsame Therapie entscheiden, stelle ich bei gesetzlich Versicherten einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse.

Bei privat Versicherten und Beihilfeberechtigten richten sich Umfang und Vorgehen nach den jeweiligen Vertragsbedingungen. Diese erfragen Sie bitte im Vorfeld bei Ihrem Versicherer und wir besprechen dann gemeinsam das weitere Vorgehen.


Therapiephase

Nach Bewilligung der Therapie beginnt die eigentliche Behandlung. Wir bearbeiten Schritt für Schritt Ihre individuellen Themen, besprechen aktuelle Situationen aus Ihrem Alltag und betrachten dabei Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster. Dabei beziehe ich auch Ihre Lebensgeschichte mit ein, um zu verstehen, wie frühere Erfahrungen Ihre heutigen Reaktionen geprägt haben. Ein wichtiger Bestandteil sind kleine Übungen und „Hausaufgaben“, mit denen Sie neue Sichtweisen und Verhaltensweisen im Alltag ausprobieren und festigen können. Wenn es für Sie hilfreich ist, können auch Gespräche mit Angehörigen (siehe unten) in die Behandlung einbezogen werden. Die Sitzungen dauern in der Regel 50 Minuten und finden üblicherweise einmal pro Woche statt.

Angehörigengespräche

In diesen Gesprächen geht es darum, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu fördern und miteinander zu überlegen, wie Unterstützung im Alltag gut gelingen kann. Bei Bedarf können darüber hinaus Informationen von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen in die Diagnostik und Therapie einfließen (Fremdanamnese). Ziel ist es, zusätzliche Beobachtungen aus dem Umfeld zu berücksichtigen und so ein möglichst umfassendes Bild Ihrer Situation zu erhalten – dies geschieht nur mit Ihrer Zustimmung und in Absprache mit Ihnen.


Verlaufskontrolle und Abschluss

Im Verlauf der Therapie halten wir regelmäßig inne und schauen gemeinsam auf das, was sich bereits verändert hat und wo Sie noch Unterstützung benötigen. Wir überprüfen die vereinbarten Ziele, passen Schwerpunkte bei Bedarf an und besprechen transparent die nächsten Schritte.

Gegen Ende der Behandlung planen wir den Abschluss bewusst: Wir fassen Ihre wichtigsten Fortschritte zusammen, halten hilfreiche Strategien für den Alltag fest und überlegen, wie Sie mit möglichen Rückschritten umgehen können. So soll die Therapie Sie möglichst nachhaltig auf Ihrem weiteren Weg unterstützen.